Mein Ansatz

Menschen kommen aus ganz unterschiedlichen Gründen in meine Praxis. Häufig dann, wenn …

  • Konflikte belasten und den Alltag erschweren.
  • bestimmte Gefühle oder Verhaltensweisen als unpassend oder herausfordernd erlebt werden.
  • tiefgreifende Entscheidungen anstehen und Orientierung gesucht wird.
  • Zusammenhänge besser verstanden werden möchten.
  • der eigene Umgang mit Herausforderungen reflektiert werden soll.
  • der Wunsch nach bewusster persönlicher Weiterentwicklung entsteht.

Ein Termin bei mir setzt weder ein konkretes Problem noch Vorerfahrung voraus. Er bietet Raum für Klärung, Orientierung und bewusste Entscheidungen.



Wie ich arbeite

Ich arbeite gesprächsbasiert, strukturiert und auf Augenhöhe. Der Beratungsprozess entsteht im gemeinsamen Austausch und orientiert sich an dem, was für die jeweilige Person, das Paar oder die Familie sinnvoll ist.

Meine Aufgabe besteht darin, aufmerksam zuzuhören, Aussagen zu spiegeln, Zusammenhänge sichtbar zu machen und neue Perspektiven zu eröffnen. Die Lösungswege entwickeln sich aus dem persönlichen Verständnis und den eigenen Erfahrungen der Klient:innen und werden im Prozess gemeinsam erarbeitet.


Fachliche Grundlagen

Ich arbeite mit wissenschaftlich fundierten Methoden, die gut nachvollziehbar sind und sich im Beratungsalltag bewährt haben. Meine Arbeitsweise verbindet systemische und integrative Ansätze, Schemaarbeit und bei Bedarf eine vertiefende mentale Aufarbeitung im Einzelsetting.

Erkenntnisse aus der Hirnforschung fliessen dabei mit ein. Sie zeigen, dass Erfahrungen nicht nur rational verarbeitet werde, sondern auch emotional gespeichert sind und automatisierte Reaktionen auslösen können. Veränderung wird möglich, wenn neue Erfahrungen bewusst wahrgenommen, eingeordnet und in einem sicheren Rahmen wiederholt werden. 


Integrativer Ansatz

Integrativ zu arbeiten bedeutet, ganzheitlich, beziehungs- und ressourcenorientiert zu denken und verschiedene fachliche Perspektiven miteinander zu verbinden

Systemische Sichtweisen beziehen Familie, Paar und Umfeld mit ein. Humanistische Grundhaltungen wie Wertschätzung und Selbstverantwortung bilden die Basis der Zusammenarbeit. Emotionsfokussierte und bindungsorientierte Konzepte helfen, innere Reaktionen und Beziehungsmuster verständlich einzuordnen. Ressourcenorientierte Ansätze unterstützen dabei, Erfahrungen nicht nur gedanklich, sondern auch auf der Ebene des Erlebens wahrzunehmen.



Systemische Perspektive

Die systemische Perspektive richtet den Blick auf das Zusammenspiel zwischen Menschen. Sie zeigt, wie Kommunikation, Rollen, Erwartungen und Rahmenbedingungen das Miteinander prägen und wie sich Dynamiken im Alltag entwickeln.

Unser Handeln ist nicht nur von der aktuellen Situation geprägt, sondern auch von dem, was wir im Laufe unseres Lebens gelernt und übernommen haben. Werte, Haltungen und Überzeugungen entstehen oft im familiären Umfeld und werden über Eltern, Grosseltern sowie weitere prägende Bezugspersonen weitergegeben.

Zu wissen, wie jemand aufgewachsen ist, welche Werte gelebt wurden und wie das Familiensystem organisiert war, hilft mir, eine Person besser kennenzulernen. Es ermöglicht mir zu verstehen, weshalb jemand heute so handelt, fühlt oder reagiert, wie er oder sie es tut.

Ebenso gehört dazu das Bewusstsein, dass jede Veränderung bei einer Person etwas im gesamten System auslöst und bestehende Dynamiken in Bewegung bringen kann.


Schemaarbeit

Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Schemaarbeit. Sie befasst sich mit wiederkehrenden inneren Mustern, die unser Denken, Fühlen und Handeln prägen.

Die Schemaarbeit orientiert sich am Schemamodell nach Jeffrey Young und an den psychologischen Grundbedürfnissen nach Klaus Grawe. Wurden grundlegende Bedürfnisse in der Kindheit und Jugend über längere Zeit nicht ausreichend erfüllt, entwickelten sich Muster, die früher hilfreich waren, im heutigen Leben jedoch zu Konflikten oder belastenden Reaktionen führen können.

Schemaarbeit unterstützt dabei, diese Muster zu erkennen, einzuordnen und den Umgang damit im Alltag bewusster zu gestalten. Sie kann im Einzel-, Paar- und Familiensetting eingesetzt werden.


Mentale Aufarbeitung

Mentale Aufarbeitung ist eine vertiefende Form der Einzelarbeit innerhalb meines Beratungskonzepts. Sie ergänzt die systemische Perspektive und die Schemaarbeit dort, wo Themen emotional nachwirken und sich trotz rationalem Verständnis immer wieder zeigen.

Mentale Aufarbeitung setzt dort an, wo Erfahrungen emotional gespeichert sind. Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen früheren Prägungen und heutigen Reaktionen noch verständlich zu machen und die erwachsene Perspektive von heute zu stärken. Dadurch erweitern sich innere Orientierung, Stabilität und Handlungsspielraum.

Diese Arbeit erfolgt mit mentalen und imaginativen Verfahren, die einen Zustand vertiefter Aufmerksamkeit ermöglichen. In diesem klar strukturierten und transparenten Rahmen lassen sich innere Bilder, Erinnerungen und emotionale Reaktionen differenziert wahrnehmen und neu einordnen. Die Arbeit erfolgt wach, im Gespräch, im Liegen, Sitzen oder in Bewegung. Die Person behält jederzeit die Kontrolle und entscheidet selbst, was für sie passt.

Im Prozess entwickelt sich ein innerer Umgang, der bestärkt und handlungsfähig macht. Frühere Reaktionen werden verständlicher, Gefühle lassen sich besser einordnen und es wächst die Fähigkeit, sich in belastenden Momenten selbst zu stabilisieren.



Zusammenspiel der Methoden

Je nach Anliegen kombiniere ich systemische und integrative Perspektiven, Schemaarbeit und mentale Verfahren. Es gibt keinen festen Ablauf und keine standardisierten Programme. Die Auswahl der Methoden ergibt sich aus unserem gemeinsamen Verständnis dafür, was im jeweiligen Prozess hilfreich ist. Ziel ist es, Zusammenhänge verständlich zu machen, Orientierung zu geben und Handlungsspielräume zu erweitern.

Meine Arbeitsweise verbindet fachliche Klarheit mit einer zugewandten Haltung. Sie unterstützt dich dabei, dich selbst und andere besser zu verstehen, innere Prozesse einzuordnen und Entscheidungen bewusst zu treffen.